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Feuchter Keller, modriger Geruch -  optimale Belüftung schafft Abhilfe

Im Keller riecht es modrig, die Wände sind feucht und Schimmel zeigt sich an den Wänden - leidgeplagte Hausbesitzer kennen dieses Phänomen und stellen zu Recht die Frage, warum selbst trotz ständiger Belüftung in den Sommermonaten die Feuchtigkeit hartnäckig bleibt.

Bauphysikalische Zusammenhänge werden hier vielfach missverstanden.

Wird ein Kellerraum zum Beispiel nach einem Sommergewitter bei Außentemperaturen von mehr als 25 Grad und einer hohen, durch das Gewitter bedingten Luftfeuchtigkeit belüftet, so gelangt diese warm-feuchte Luft in den Kellerraum.

Dort streift sie an den erdkühlen (8 bis 13 Grad) Kelleraußenwänden vorbei und reduziert dabei ihre Temperatur. Da die Wasserdampfspeicherfähigkeit der Wand aber auch ihre Grenzen hat, kann es zur Kondenswasserbildung (an der kältesten Stelle des Raumes, also an Kelleraußenwänden) kommen.

Vielfach wird diese Art von Kondensationsfeuchtigkeit an den Kellerwandflächen als eine über das Erdreich eindringende Feuchtigkeit interpretiert. Kostenintensive Abdichtungsarbeiten, die bei dieser kondensationsbedingten Feuchtigkeit gar nicht notwendig wären (und daher auch zu keinerlei Trocknungserfolg führen), sind hier also überflüssig.

Fazit: Wer seine Kellerräume richtig belüften will, muß die physikalischen Gesetzmäßigkeiten bewußt berücksichtigen. Eine Trocknung kann nämlich nur dann erreicht werden, wenn kühlere oder trockenere Außenluft als die in dem Kellerraum befindliche Raumluft zugeführt wird.

Schwierig ist es aber nun, in relativ kurzen Abständen solche Werte manuell zu ermitteln und das Fenster entsprechend auf- oder zuzulassen. Abhilfe schaffen automatische Belüftungssysteme. Sie messen permanent die Luftfeuchtigkeit sowie die Lufttemperatur im Rauminneren und am Bauwerkäußeren.

Diese Meßwerte werden dann über eine Steuereinheit abgeglichen. So wird erreicht, daß der Kellerraum nur dann über einen Ventilator belüftet wird, wenn über die von außen zugeführte Luft eine Trocknung des Kellerraumes erfolgen kann bzw. kein weiterer Anstieg der Luftfeuchtigkeit im Raum stattfindet. Somit wird ein optimales Lüftungsverhalten sichergestellt.

Das Einsatzgebiet von Systemen dieser Art sind übrigens nicht allein auf Kellerräume beschränkt. Eine richtige Be- und Entlüftung ist beispielsweise auch in Ferienwohnungen oder Wochenendhäusern wichtig.