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Eine technisch veraltete Heizung "verbrennt" jeden
Tag bares Geld
Viele Hausbesitzer
beurteilen die Leistungsfähigkeit ihrer Heizanlage allein nach
deren Funktion und nach den Immissionsmessungen des
Schornsteinfegers. Solange die Anlage störungsfrei läuft und
die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält, so eine weit
verbreitete Meinung, brauche man sich keine großen Gedanken zu
machen.
Beide Faktoren
sagen jedoch relativ wenig aus über die Effizienz einer
Heizung und ihre Wirtschaftlichkeit insgesamt. So kann zum
Beispiel ein 17 Jahre alter Heizkessel durchaus zuverlässig
funktionieren, er ist aber, gemessen um heutigen technischen
Standard, ein Energieverschwender.
Denn technisch
veraltete Heizkessel bringen es im Durchschnitt nur auf eine
Energieausbeute von rund 62 Prozent. Also werden von ihnen
noch nicht einmal zwei Drittel des eingesetzten Brennstoffs in
Nutzwärme umgesetzt. Was es kostet, solch eine veraltete
Heizung zu betreiben, hat ein führender Heizgerätehersteller
einmal in blanke Münze umgerechnet, und zwar unabhängig vom
jeweiligen Heizöl- oder Gaspreis. Um für 100 Euro zu heizen,
müssen demnach in eine alte Heizung 147 Euro gesteckt werden.
In einem Altkessel verpuffen nämlich rund 20 Euro als
Abgasverlust und etwa 27 Euro als Oberflächenverlust.
Beim Einsatz eines
modernen Öl-Niedertemperaturkessels hingegen werden für eine
Nutzwärme im Wert von 100 Euro nur 105 Euro benötigt.
Lediglich ein Euro geht als Oberflächenverlust verloren, vier
Euro fordert der Abgasverlust. Den Schwund beim Abgasverlust
kann ein Öl-Brennwertkessel allerdings nahezu vollständig
auffangen. Weil er zusätzlich die im Abgas enthaltene
Restwärme für Heizzwecke nutzt, bringen beim
Öl-Brennwertkessel 100 Euro Aufwand annähernd 100 Euro
Nutzwärme.
Für die baldige
Modernisierung einer technisch veralteten Heizung gibt es also
gute Gründe. Aber wann gilt eine Heizung als
sanierungsbedürftig? Wichtigstes Kriterium, erklärt das
Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO), ist das
Alter des Heizkessels. Viele Kessel, die seit 15 Jahren
betrieben werden, sind technisch nicht mehr auf der Höhe der
Zeit. Und praktisch alle Heizkessel, die vor 1985 installiert
wurden, mithin mindestens 17 Jahre alt sind, sollten noch
Meinung von Fachleuten möglichst bald gegen moderne Anlagen
ausgetauscht werden. Grundsätzlich gilt: Wenn ein Heizkessel
noch mit konstant hohen Vorlauf- und Rücklauftemperaturen
betrieben wird, ist er ein Energieverschwender.
Ein weiterer
Anhaltspunkt ist die Temperatur im Heizraum: Liegt sie im
Winter über 20 Grad Celsius, ist dies ein klares Indiz für zu
hohe Oberflächenverluste des Heizkessels.
Auch bei einem
Abgasverlust von mehr als neun Prozent ist eine Modernisierung
geboten.
Je noch Größe des
Kessels hat der Schornsteinfeger in einem solchen Fall die
Heizung aufgrund der verschärften Bestimmungen der
Bundes-Immissions-Schutzverordnung (BImSchV) womöglich bereits
angemahnt.
Und schließlich:
Wenn an einem Gebäude der Wärmeschutz verbessert worden ist,
sollte unbedingt auch die Heizanlage dem geringeren
Wärmebedarf angepaßt werden.
Andernfalls
arbeitet eine veraltete Heizung noch unwirtschaftlicher als
zuvor. Der Austausch eines überdimensionierten Altkessels
gegen eine sparsame Öl-Niedertemperatur- oder
Öl-Brennwertanlage ist dann also eine weitere sinnvolle, wenn
nicht gar zwingende Energiesparmaßnahme.
Im Zweifelsfall
helfen die Fachleute vom Heizungshandwerk. Deshalb empfehlen
Experten: "Vereinbaren Sie möglichst bald einen
Beratungstermin mit Ihrem Heizungshandwerker. Er sagt Ihnen
ganz genau, wie es um ihre Heizung steht, und was
gegebenenfalls zu tun ist, um die Geldverschwendung zu
beenden."
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